Lyrik

Palermo - Piazza Marina

Die Stadt,
sie kehrt dem Meer den Rücken zu.


Wir essen Pizze zwar
und auch Calzone,
Zelt über uns
und wärmepilzbestrahlt,
doch zittert stille noch die Luft
vom Knall der Pelotone,
die des heiligen Offiziums
Menschenhatz
und seinen Scheiterhaufen nachgefolgt
auf diesem Platz.

Schau nur
aus Fensterschlünden
aufgelassener Palazzi
löcken höhnend schrill Dämonen.

Wo sonst noch findest du
so viel Zerfall?

Wer hier lebt,
habe Nerven!
Er fürchte Teufel nicht
noch ihre Lästrigonen.

Die Stadt,
sie kehrt dem Meer den Rücken zu
und schaut der Sonne nach.

Wilfried Schubert, Köln 
Versnetze_15 (www.verlag-ralf-liebe.de)

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